Editorial ZUKUNFT 07/2025: Gleichstellung braucht ZUKUNFT
- Autor(en)
- Alessandro Barberi, Elisabeth Kaiser
- Abstrakt
Im Rahmen der letzten Jahrzehnte wurde in der Frauenpolitik Einiges erreicht. Und dennoch weisen unsere demokratischen Gesellschaften nach wie vor gravierende sozioökonomische Ungleichheiten auf, die sich direkt auf die Lebenswelten von Frauen auswirken und die Forderung nach Gleichstellung erneut und mit Nachdruck ins Zentrum der politischen Aufmerksamkeit rücken. Dabei dürften die verschiedenen Wellen und Formen des Feminismus – zwischen sex und gender, zwischen biologischem und sozialem Geschlecht – in dieser Frage nicht divergieren, würde sich doch damit Frauenpolitik in ihrem eigenen Namen auslöschen, wenn es nicht mehr um Freiheit, Gleichheit, Solidarität und Gerechtigkeit für alle Menschen ginge. Erst wenn Frauen – wie etwa im Iran – wirklich befreit und gleich sind, sind wir alle frei und gleich.
Deshalb hat sich die Redaktion der ZUKUNFT entschlossen, dem Thema Gleichstellung braucht Zukunft eine eigene Ausgabe zu widmen, für die wir eine mehr als kompetente Runde von insgesamt sieben Autorinnen gewinnen konnten. Dabei blicken wir auf die historischen Meilensteine des Feminismus genauso zurück, wie wir die Zukunft der Frauenpolitik diskutieren wollen. Das Equal Pay angesichts der (unsichtbaren) Arbeit von Frauen eine notwendige Forderung bleibt, bestimmt dabei unsere (politischen) Interessen ebenso, wie die Forderung nach einem österreichischen Gleichstellungsrat und eine Diskussion von Gleichstellungsstrategien in Unternehmen, die nach wie vor nur teilweise greifen.- Organisation(en)
- Institut für Bildungswissenschaft
- Externe Organisation(en)
- Wiener Bildungsakademie
- Journal
- Zukunft. Die Diskussionszeitschrift für Politik, Gesellschaft und Kultur
- Seiten
- 2-4
- Anzahl der Seiten
- 3
- ISSN
- 0044-5452
- Publikationsdatum
- 07-2025
- ÖFOS 2012
- 506013 Politische Theorie
- Link zum Portal
- https://ucrisportal.univie.ac.at/de/publications/03778ec5-24eb-445a-8117-bf210cb306e1
