Interview zu: Diagonal - Eins, zwei, drei - jetzt kommt die Polizei.

Autor(en)
Elisabeth Holzleithner
Abstrakt

Wer wird Polizist/in - in einer Zeit, in der diese Berufsgruppe auch hierzulande vielen neuen Anforderungen und oft auch heftiger Kritik ausgesetzt ist? Sie muss Corona-Regeln überwachen und im Fall des Terrors mit Leib und Leben einsatzbereit sein. Sie soll bei Demonstrationen moderat (re)agieren, vor allem deeskalieren. Sie muss, wenn sie gerufen wird, blitzschnell entscheiden, ob jemand eine Gefahr für sich oder andere darstellt. Und oft hat sie mit Menschen zu tun, die in einer Notlage stecken. Etwa Geflüchtete, die sie manches Mal sogar des Nachts abholt und bis zur anschließenden Abschiebung in "Verwahrung" nimmt. Die Polizei hat sich - so das Ideal - bei allem, eben auch im "Ausnahmezustand" einiger oder vieler, rational zu verhalten, darf nicht gewalttätig sein und natürlich nicht diskriminieren.
Für viele Menschen bedeutet es Prestige und Macht, in die Uniform zu steigen und zu einem (bewaffneten) Staatsorgan zu gehören; für andere wiederum ist bereits der Polizisten-Berufswunsch ihrer Mitbürger/innen psychisch verdächtig. Verhasst, verlacht, "dümmer als die Polizei", und dennoch unangreifbar und mit eisernem Korpsgeist - "die Polizei". Ist sie ein Symptom der jeweiligen Gesellschaft?

Organisation(en)
Institut für Rechtsphilosophie, Forschungszentrum Religion and Transformation, Forschungsplattform GAIN - Gender: Ambivalent In_Visibilities
Publikationsdatum
05-2021
ÖFOS 2012
603117 Rechtsphilosophie, 505026 Verfassungsrecht
Link zum Portal
https://ucris.univie.ac.at/portal/de/publications/interview-zu-diagonal--eins-zwei-drei--jetzt-kommt-die-polizei(2461431c-b9b0-4813-8bef-663618df7aec).html